Eine Klasse für sich: Die Formula Mercury

Die Formula Mercury - F4s
Erstmals in 2008 ging die Formula Mercury europaweit an den Start. Allerdings waren die Rennkatamarane der Formula Mercury in Skandinavien bereits seit 2000 schon gut bekannt: Dort fuhren sie in den letzten Jahren als Formula Four im Rahmenprogramm der Formel 2000 und machten auf sich aufmerksam.
2007 holte dann der ADAC, gemeinsam mit dem skandinavischen Serienpromoter Leif Ahlborg, die Boote als Projekt nach Deutschland. Sowohl bei Fahrertrainings als auch beim Gastrennen der Skandinavier in Berlin stellte man schnell fest: Die Formula Four macht mit beachtlichem Erfolg von sich reden. Und so war es für 2008 entschieden: Eine deutsche Serie sollte es geben!
Um jedoch nicht mit der F4 (S850) zu verwechseln, musste ein neuer Name her: Formula Mercury (offizielle Bezeichnung der internationalen Dachverbandes UIM: F4s, früher SL60). In 5 Ländern Europas (Deutschland, Norwegen, Finnland, Schweden und Dänemark) sowie in den USA, Lettland, Saudi-Arabien und Malaysia ist die Formula Mercury bereits ein Begriff - und sicher werden noch etliche folgen. Das Interesse ist auch international sehr gross.


Die Int. ADAC Motorboot Masters
Die ADAC Formula Mercury ist das deutsche Pendant der skandinavischen Serie Formula Mercury. In 2008 schrieb der ADAC erstmals den Intern. ADAC Formula Mercury Cup in Deutschland aus und wurde damit dem Ruf zahlreicher Fahrer nach einer Aufstiegsklasse in Deutschland gerecht. Acht Rennwochenenden waren angesetzt für 2008, davon insgesamt vier im Rahmen der "European Tour", zwei in Skandinavien und zwei in Deutschland, an denen sowohl deutsche als auch skandinavische Fahrer gemeinsam an den Start gingen.
Nach dem spannenden und erfolgreichen Einstiegsjahr, beschloss der ADAC nun für 2009, die Serie in die Reihe der Master-Prädikate aufzunehmen und schreibt seit 2009 nun die Int. ADAC Motorboot Masters aus. Auch Nennungen aus dem europäischen Ausland sind dabei üblich!
6 deutsche Piloten sind eingeschrieben für den Cup 2010, allesamt mit Rennerfahrung aus der Formel ADAC, der ADAC-betriebenen Einstiegsklasse in den Rennbootsport, und in 2008 bereits dabei gewesen. Dazu kommen ausländische Fahrer, und so dass es bis zu 10 Boote auf dem Wasser werden! An allen Rennwochenenden kämpfen die Piloten dabei sowohl im Sprintrennen als auch im Hauptrennen, dem sogenannten Grand Final um Punkte - um dann am Ende der Saison den besten Fahrer unter sich zu bestimmen: Den Deutschen Meister der Formula Mercury bzw. den Gewinner der ADAC Motorboot Masters 2010.


Technik und Sicherheit
Die Rennkatamarane der Formula Mercury sind derzeit alle aus der Werft des dänischen Rennbootbauers Christen Molgaard (Molgaard Racing). Dabei handelt es sich um Voll-Composite(GFK)-Boote mit 2000N Sicherheitscockpits. Der Fahrer sitzt angeschnallt mit 6-Punkt-Anschnallsystem im Cockpit, stets ausgerüstet mit Sauerstoffsystem. Die Fahrer sind während Training und Rennen über Funk mit dem Team verbunden.
Der Motor ist ein Mercury SL60 Viertakt-Serienmotor mit Rennschaft-Ausführung. Der Serienmotor ist ansonsten unverändert und beschleunigt mit seinen 60PS die Boote auf ca. 120km/h. Die Motoren zeichnen sich durch besondere Lärm- und Emissionsarmut aus und sind somit auf dem aktuellen Stand der Technik.
Abgerundet wird das Gespann durch einen drei- oder vierblättrigen Stahlrennpropeller.
Die Sicherheit der Fahrer wird gross geschrieben: Daher tragen die Fahrer einen schnittfesten Kevlar-Rennanzug und eine Sicherheitsweste während ihrer Zeit im Cockpit, ebenso einen Motorsporthelm mit Sauerstoffsystem. Weitere Sicherheitsvorkehrungen im Cockpit sind Quick Stop, Anschnallsystem und Schnellöffnung der Haube.


Einstiegsmöglichkeiten
Die Formula Mercury geht als Aufstiegsklasse im Motorbootrennsport an den Start, aber dennoch ist eigentlich keine Rennerfahrung vorgeschrieben. Voraussetzung zum Einstieg sind daher nur Erfüllung des Mindestalters von 16 Jahren sowie abgeschlossene Rennbootschule mit Lizenz. Daneben muss zu Beginn einer jeden Saison jeder Fahrer an einem sogenannten "Turtle Test" teilnehmen, einem Testtraining zum Notausstieg.
Interessierte am Motorbootrennsport können sich beim ADAC e.V. informieren (www.adac-motorsport.de/motorboot) oder senden Sie uns eine Nachricht über das Kontaktformular.

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